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Der Girls’ Day 2021 bei der Valiton

11.05.2021

Am Donnerstag dem 22. April fand der diesjährige Girls‘ Day statt – natürlich digital. Der Girls’ Day, oder auch Mädchen-Zukunftstag, ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit und hatte seine Premiere vor 10 Jahren im Jahr 2001. Er soll junge Mädchen ab der 5. Klasse an Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik heranführen, in den Frauen bisher eher selten vertreten sind.
Die Valiton hat daher die virtuellen Türen in München und Offenburg geöffnet. Der Standort Offenburg durfte vier Mädchen, jeweils 11 Jahre alt, willkommen heißen, denen das Prinzip des Online-Meetings eindeutig schon bekannt war. Wer zuhört, hat das Mikrofon stummgeschaltet und wer etwas sagen möchte, nutzt den Hand-hebe-button. Das war nach einem Jahr Online-Unterricht schon so selbstverständlich, dass klar war: das muss niemand extra erklären.
Unter dem Motto „Digitale Spiele selbst entwerfen und bauen“ machten die Veranstaltungsleiter:innen Raphael und Leonie das Thema Software-Entwicklung mit dem Schwerpunkt Programmieren schmackhaft. „Computer sind dumm, komplett blöd“, sagte Raphael, „denen muss man ganz genau sagen, was die tun sollen.“
Um den Mädchen aber nicht in einem Tag eine Programmiersprache beizubringen, die dem Computer klare Befehle übermittelt, arbeitete die Gruppe mit dem Tool Scratch. Raphael beschreibt Scratch als eine „visualisierte Variante des Programmierens“. Anweisungen, Bedingungen, Schleifen, etc. sind als zusammensetzbare Bausteine in einer Auswahlliste bereits vorgegeben. Auf einer leeren Fläche in der Mitte der Oberfläche kann man diese dann zusammensetzen und mit Objekten seiner Wahl verknüpfen. Das Code „schreiben“ wird also vereinfacht – die Logik bleibt aber die gleiche.
Ein mögliches Ergebnis entwickelten die Mädchen bereits am Vormittag, als sie ihren Namen per Mausklick animiert haben. Auch wir haben uns daran versucht – natürlich mit unserem Namen: Burda.
Nach einer Mittagspause stellten Scrum-Masterin Franca, Softwareentwicklerin im Front-End Aylin und Softwareentwickler im Back-End Christoph ihre Berufe und die damit verknüpften Aufgaben vor. Im Laufe dieser Konversationen erklärten die Mädchen auch, weshalb sie am Girls’ Day zur Valiton kamen: „Man spielt Spiele ja immer, ohne darüber nachzudenken, was dahintersteckt. Aber ich will das ich wissen.“, sagt Nike. Ähnlich ging es Pia: „Ich habe eine programmierbaren Legoroboter und möchte mehr über Programmieren wissen und verstehen.“
Als letzter Programmpunkt gab es das Highlight des Tages: ein eigenes Spiel in Scratch entwickeln. Zuerst wurde sichergestellt, dass jede Teilnehmerin eine Idee für ein Spiel hat. Daraufhin probierten die jungen Entwicklerinnen schrittweise, wie man diese Idee umsetzen kann. „Man lernt hier wie Berufsentwickler arbeiten und denken.“, motiviert Raphael die Mädchen. Und es scheint funktioniert zu haben. Mit Geschick, gutem Verständnis für das System und einer schnellen Auffassung, hatte jede der Beteiligten ein eigenes kleines funktionierendes Spiel gebaut. Und das sehr viel schneller als es Zeitplan es vorgesehen hatte.
Mit großer Begeisterung auf allen Seiten wurde der Tag beendet. Dass IT nicht nur was für Jungs ist, haben die Mädchen jedenfalls unter Beweis gestellt. Und Nike hat einen guten Ausblick angekündigt: „Vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder.“ – wir freuen uns jedenfalls drauf.
Ganz besonders haben wir uns über die Nachricht eines Elternteils gefreut und sind schon sehr gespannt auf den Girls’ Day im Jahr 2022.
„Herzlichen Dank für Ihr Engagement am Girls‘ Day. Unserer Tochter hat der Online-Schnuppertag Ihres Unternehmens viel Freude gemacht. Sie hat Gefallen an der Programmierung mit Scratch gefunden und ist auch weiterhin bei der Sache. Ihren Freundinnen hat sie begeistert vom aufregenden Tag erzählt und ihre Erfahrungen gleich weitergegeben. Nochmals Danke an Sie und Ihre netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

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