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Reale Anwendungen – Elements of AI: Kapitel 3

06.10.2020

Das vorherige Kapitel behandelte die Suche und deren Anwendung bei perfekter Information. Das tritt im echten Leben allerdings selten ein. Stattdessen gibt es unzählige und viele unbekannte Möglichkeiten. Ein selbstfahrendes Auto ist dafür ein gutes Beispiel: Jederzeit kann auf dem Fahrtweg ein höheres Verkehrsaufkommen oder auch ein Unfall passieren. Außerdem kann plötzlich ein Ball oder sogar ein Mensch vors Auto kommen. Und was passiert, wenn ein Blatt oder Ähnliches die Kamera des Autos verdeckt?
Bleiben wir beim selbstfahrenden Auto. Hierbei werden einige Sensoren, auch sonarähnliche Sensoren, und Kameras verwendet, um herauszufinden wo es sich befindet und was in der Umgebung ist. Doch bei Sensordaten gibt es, wie bei allen Messeinrichtungen, ebenfalls Fehler und Ungenauigkeiten – das sogenannte Rauschen. Hierfür müssen Lösungen gefunden werden, damit der Wagen nicht bei jedem kleinsten Rauschen anhält.

Wahrscheinllichkeiten
Eine Möglichkeit mit Unsicherheiten zu arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Heutzutage basieren nahezu alle KI-Anwendungen bis zu einem gewissen Grad auf Wahrscheinlichkeiten. Das naheliegendste Einsatzgebiet ist bei Spielen, wie zum Beispiel Poker und Lotto. Viel wichtiger ist allerdings die Verwendung von Wahrscheinlichkeiten zur Quantifizierung und zum Bergleich von Risiken im Alltag. Zum Beispiel wie wahrscheinlich ist es, dass du einen Autounfall verursachst, wenn du zu schnell fährst?
Hierzu ist die Fähigkeit, sich Unsicherheiten als etwas Quantifizierbares vorzustellen, essenziell. Dadurch lassen sie sich als Zahl behandeln, wodurch sie verglichen und oft auch gemessen werden können. Es ist zwar unmöglich die Risiken einer Wahrscheinlichkeit im Vorfeld vollständig zu benennen, aber man kann kritisch abwägen, ob die Vorteile oder die Risiken überwiegen.

Chancen
Um Unsicherheiten darzustellen eignen sich Chancen sehr gut. Damit ist zum Beispiel 3 : 1 (drei zu eins) oder auch 3/4 (drei von vier) gemeint. Das bedeutet, dass wir bei einer Wette in drei von vier Fällen gewinnen würden. Das sind sogenannte natürliche Häufigkeiten, da sie nur ganze Zahlen beinhalten. Natürlich könnte man diese Aussage auch als 75% darstellen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass Menschen schneller verwirrt sind, wenn es um Brüche und Prozentzahlen geht.

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