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“What are YOU adding?” – DLD in München

27.01.2020
© HBM

Der DLD fand dieses Jahr vom 21.-23.01. in der alten Kongresshalle in München statt. Burdas Digitalkonferenz öffnete nun schon zum 16. Mal ihre Türen und mit dabei waren rund 1500 TeilnehmerInnen und über 200 Speaker. In Zeiten von Fake News, Hate Speech und diskriminierenden Algorithmen war ein Überthema besonders präsent: Jeder von uns ist mehr denn je gefragt, seinen eigenen Beitrag zu leisten, um die Welt zu einer besseren zu machen. Die Frage, die DLD dieses Jahr stellte war „What are YOU adding?“. Eine Frage, über die sich jeder Mensch Gedanken machen kann.

Roger McNamee, früherer Mentor von Mark Zuckerberg war als Speaker anwesend und redete er unter anderem über sein neues Buch „Zucked: Waking Up to the Facebook Catastrophe“ in dem er beschreibt, warum er es sich zur aufgabe gemacht hat Facebook davon abzuhalten die Demokratie zu zerstören. Die anfängliche Facebook-Euphorie sei in einen Alptraum umgeschlagen, so McNamee und fuhr fort: „Ich glaube, dass Technologie die Welt zu einem besseren Ort machen kann. Aber auf der Jagd nach Milliarden haben wir unsere Menschlichkeit vergessen.“

Einer anderen Social Media Plattform wand sich Tristan Harris, Direktor und Mitbegründer des Center for Humane Technology, zu. Bei Plattformen wie Youtube sprach er vom digitalen Mittelalter. Dort würden zum Beispiel Verschwörungstheorien verbreitet, die besagen, dass die Erde eine Scheibe sei. Und das sei nur ein kleiner Teil. In unserem digitalen Zeitalter könnte das sehr gefährliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

Die große Schere zwischen Arm und Reich wurde von Muhammad Yunus aufgegriffen. „Wir leben in einer Welt, in der 26 Menschen so viel besitzen, wie 50% der gesamten Weltbevölkerung. Was tun sie damit?“. Mit dieser Frage trat er zum Publikum und rüttelte dieses damit ziemlich auf.

Drei erfolgreiche und spannende Tage des DLD sind nun zu Ende und die TeilnehmerInnen haben eine Menge Input bekommen mit denen sie der Frage „What are YOU adding?“ nun vielleicht eher auf den Grund gehen können.

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